Wer hier schreibt
Ich habe über Steuerungssysteme in Unternehmen promoviert, Unternehmen beraten, Bücher geschrieben und eine Menge Dinge gebaut, von Software bis zu Lernprogrammen. Das Gemeinsame daran ist weniger ein Beruf als eine Gewohnheit: verstehen wollen, wie etwas wirklich funktioniert, und dann ausprobieren, ob es stimmt.
Was mich umtreibt
- Macht und Überzeugung. Wer setzt sich durch, und warum? Was davon ist Argument, was ist Technik der Beeinflussung?
- Der Mensch und seine Werkzeuge. Wie weit lässt sich der Mensch verbessern, durch Wissen, Training, Technik, und wo hört das auf, eine Verbesserung zu sein?
- Geld, Märkte, Freiheit. Wer entscheidet über die eigenen Mittel, und was passiert, wenn man es selbst in die Hand nimmt?
- Die großen Romane. Ich liebe die Klassiker. „Anna Karenina“ zum Beispiel: so viel Psychologie, so viele Ebenen, dass man bei jedem Lesen etwas Neues findet. Mich interessiert, wie solche Bücher gebaut sind und warum sie nach über hundert Jahren noch treffen.
- Selbstversuche. Sprachen, Gewohnheiten, Arbeitsweisen: nicht gelesen und weitergesagt, sondern getestet.
Von wem ich gern lerne
Beim Lesen begleiten mich Leute, die Literatur ernst nehmen, ohne sie verstauben zu lassen: Adam Walker mit „Close Reading Poetry“, der genaues Lesen aus dem Hörsaal holt, und Le Hussard, der Weltliteratur mit Schwung und Punchlines im Licht heutiger Fragen neu entdecken lässt.
Wie ich schreibe
Ich schreibe über das, was ich gelesen, ausprobiert oder durchdacht habe, nicht über das, was man gerade sagen sollte. Manche Texte sind ausgearbeitete Essays, manche Randnotizen im wörtlichen Sinn. Wer anderer Meinung ist, darf mir das sagen; wer mir recht gibt, auch.